In diesem Kurs werden die Zusammenhänge zwischen der Ressourcenverteilung (20% der Weltbevölkerung verbrauchen 80% der Ressourcen), dem Klimawandel und dem Phänomen der Armut und Unterentwicklung in den Ländern des Südens aufgezeigt. Es werden die konkreten Interaktionen zwischen typischen Problemen der südlichen Länder (Desertifikation, Dürreperioden, Tropenstürme, Ressourcenverknappung in Form von Anbaufläche, Weideland, Wasserzugang) und dem anthropogenen Klimawandel vermittelt. Dabei wird aufgezeigt, in welcher Form die globale Erderwärmung konkrete Folgen auf die Lebensbedingungen und das Entwicklungspotential in den Ländern des Südens aufweist. Ein Schwerpunkt gilt der besonderen Verantwortung, welche die hoch industrialisierten Länder des Nordens gegenüber den weniger stark entwickelten Ländern des Südens haben und das Konzept der Kopfpauschale im Klimaschutz. Ziel des Moduls ist es, die Lernenden für die Armutsproblematik im Süden und den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Armut zu sensibilisieren.

In diesem Kurs wird auf der gesellschaftlichen Ebene in die Konzepte alternativer Wirtschaftsformen eingeführt und Strategien der Suffizienz- und Effizienzwirtschaft vorgestellt. Gesellschaftliche Transformationsprozesse in eine ressourcenleichte, Post-Wachstums Ökonomie werden skizziert. Davon ausgehend werden die Fragen nach klimagerechten Management- und Unternehmensmodellen gestellt und ein Überblick über Wege vom Energie- zum Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement aufgezeigt.
Das Instrument der Klimabilanzierung wird erklärt und die Möglichkeit freiwilliger Kompensationszahlungen, die Maßnahmen zu einem weltweiten Klimaschutz unterstützen, werden vorgestellt und es wird in das Konzept des klimaneutralen Unternehmens eingeführt. Anbieter von Klimakompensationen wie atmosfair und die Klimakollekte werden dargestellt sowie pro und contra von Kompensationszahlungen diskutiert.

In diesem Modul werden verschiedene Handlungsfelder vorgestellt, in denen klimagerechtes Handeln institutionell umgesetzt werden kann.

Handlungsfeld 1: Ökofaire Beschaffung
Handlungsfeld 2: Nachhaltiges Reisen
Handlungsfeld 3: Nord-Süd-Klimapartnerschaften